Blog-Rezension IV: GWUP, die Unvoreingenommenen

Nach dem netten Kommentar und der Verlinkung aufs aargks muss ich meine sowieso geplante GWUP-Rezension wohl vorziehen (immer diese Fremdbestimmung…). Die GWUP ist, Achtung, jetzt wird’s bissl sperrig: die Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V und wurde bereits 1987 gegründet. Das GWUP-Blog betreut seit mittlerweile sieben Jahren so ziemlich alle Absurditäten aus den Schwurblerecken.

Als ich das erste Mal vor ein paar Jahren über die GWUP stolperte, war meine erste Reaktion: Geht’s noch? Wollen die Esoquark & Co. eine wissenschaftliche Existenzberechtigung geben?

Das Gegenteil ist der Fall: Der Ansatz, Parawissenschaftliches unvoreingenommen einer wissenschaftlichen Überprüfung zu unterziehen, ist nur auf den ersten Blick Nonsens. Zwar kann jeder mit ein bisschen Plausibilität und Logik den gröbsten Schwachsinn als solchen erkennen. Aber in der Tat ist es doch sehr interessant, aufschlussreich und auch unterhaltsam, den Paras mittels wissenschaftlicher Methoden den Zahn zu ziehen. Verblindete Wünschelrutenversuche, Trefferquotenanalyse von Astrologen und Hellsehern, die Untersuchung von Schwurbelwasser undsoweiter belegen jedes Mal: Wünschelrutelei funktioniert nie. Astrologie ist Wünsch-Dir-was. Höbbaddie© ist und bleibt Wasser. Die GWUP hat im Laufe der Jahre so ziemlich alle Absurditäten untersucht, und der Ansatz, erst einmal unvoreingenommen ranzugehen, imponiert mir.

Man könnte also meinen, dass Eso & Co. spätestens nach einer seriösen Betrachtung als unbelegt in der Schublade verschwinden. Denkste. Und das ist es, was das GWUP-Blog umso interessanter macht: Wenn man in den alten Beiträgen schmökert, kann man schön die Logik-Resistenz der Para-Szene nachvollziehen. Unfug wird seit Jahrzehnten geglaubt, immer wieder aufgewärmt, und auch wenn er Tausend Mal widerlegt ist, kommt früher oder später der nächste Schwurbler hinterm Busch vorgekrochen und ruft: „Stimmt gar nicht, es funktioniert !!!!eins!!elf!!!“

Das Blog bietet täglich eigene Themen, nimmt aber auch Interessantes aus der Blog-Szene und den Medien auf. Fazit: Täglicher Lesebefehl!

Bleibt nur eine Frage: Wie spricht man GWUP aus? Ich tendiere ja zu „Geh-wupp“ ;-)

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