Der Maurer ohne Kelle oder: Journalismus ohne Recherche ist nutzlos

Ach, was haben es die Medien schwer dieser Tage: täglich sterben Zeitungen, die Öffentlich-Rechtlichen bekommen (mal wieder) den Hintern von unserem Bundestagspräsi versohlt, die Jugend wandert ab zu Youtube-Gedödel undsofort. Der Branche geht es schlecht, sie versinkt im kollektiven Gejammer, und immer wieder fällt das Wort Qualitätsjournalismus. Liebe Medienmacher, Qualitätsjournalismus fängt mit etwas ganz Grundsätzlichem an, das ich mehr und mehr vermisse und das zum ureigensten Handwerkszeug eines Journalisten gehört, gehören sollte: mit der Recherche.

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Bayern 5: Jubelbeitrag über fragwürdige Behandlung

Gleich geht der F1-Grand-Prix in Indien los, aber das muss ich schnell loswerden: Im Gesundheitsmagazin von Bayern 5 lief gerade ein Bericht über die Dorn-Methode. Die kannte ich nicht, es geht – kurz gesagt – darum, dass man durch Drücken an den Wirbeln allerlei Zipperlein heilt. Zuerst nur mit einem Ohr zugehört, bimmelte mein Alarmglöckchen bei folgendem Satz im Bericht: „Die Methode ist simpel und schnell erlernbar, aber man braucht das gewisse Gespür dazu.“ Oha, da kribbelt’s mir in den Schreibfingerspitzen.

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Parallelgesellschaft erster Klasse: Anschlussverwendung für den Stuhl Petris?

Gestern habe ich einen Satz über die Parallelgesellschaft der Katholen geschrieben, jetzt legen die Jungs und Mädels noch einen drauf: mit der Anbetung von Körperflüssigkeiten, wie die Schwäbische Zeitung berichtet. Man freut sich über eine Ampulle Blut von Johannes Paul Zwo. Mir stellen sich da spontan ein paar Fragen. Weiterlesen

Hab ich was verpasst?

Meine satanischen Wochen sind fast durch, ich verspüre verstärkt aargks-Gelüste und mal schauen, ob ich was verpasst habe die letzten Wochen.

Nobelpreise: Lust auf Kurzgeschichten bekommen; und ich frage mich, warum man nach Herrn Ich-schließe-Folterlager-Präsident-och-nö-jetzt-doch-nicht schon wieder Vorschusslorbeeren verteilt.

Prasset den Herrn: Das ist mal eine Parallelgesellschaft, nicht nur in Limburg, oh mein Gott ;-)

Waren da nicht Wahlen?

Formel 1: Asphaltschach in Japan. Geil.

Ging sonst noch was? Weiaweia, war ich abgemeldet. Aber so langsam bin ich wieder da. Apropos „wieder da“: Ich finde „Er ist wieder da“ eine extrem gelungene Satire, plädiere freilich auf betreutes Lesen bei Geschichtsunkenntnissen. Dies als kurze Montagsmeldung – CU!