Mit Homöopathie „behandelt“: Kind stirbt

Ich kann gar nicht so viel Zucker fressen wie ich Globuli kotzen möchte. Ein 7-jähriger Junge aus Kanada ist an einer Streptokokken-Infektion gestorben, weil die Mutter – anstatt zum Arzt zu gehen, der mit Penicillin die Infektion behandelt hätte – ihren Sohn mit wirkungsloser Höbbaddie© „behandelt“ hat. Und ich höre schon das ekelhafte Rechtfertigungsgewinsel der Zauberkügelchen-Fraktion.

Bereits im März ist das Kind gestorben, die Mutter ist jetzt verhaftet worden (Quellen: National Post, Calgary Herald). Eine supersimple Behandlung mit Antibiotikum hätte den Jungen gerettet.

Aber es war wahrscheinlich die falsche Höbbaddie, gell Ihr Höbbadden? Um eine Ausrede ist diese Zunft ja nie verlegen. Wahrscheinlich hätte ein „echter“ Höbbadde auch die richtigen Zuckerkügelchen gefunden in einem Analysegespräch, stimmts? Oder noch besser: Der „echte“ Höbbadde hätte das Kind zum Arzt geschickt, denn damit wirbt ja jeder „verantwortungsvolle“ Höbbadde (und gibt damit zu, dass die Höbbaddie genau einen Typ von Krankheit „heilt“ – den, den der Körper selbst in den Griff bekommt).

Oder der Junge hatte eben die falsche Einstellung, wie ein Dahlke, der unlängst für sein Lebenswerk das Goldene Brett vorm Kopf bekommen hat, meint, und den ich hier schonmal abgefrühstückt hatte.

Was könnt ich kotzen.

[Nachtrag: Das Ratgeber-News-Blog hat hier auch schon berichtet, noch vor dem aargks]

Advertisements

Ein Kommentar zu “Mit Homöopathie „behandelt“: Kind stirbt

  1. Pingback: Rebloggt von aargks: Mit Homöopathie “behandelt”: Kind stirbt | Der Nesselsetzer

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s