Business as usual: Shame on you, Sisters of „Bon“ Secours

800 dead babies and children thrown away like rubbish. Camouflage in the seventies. No comment since the scandal reached general public weeks ago. Not a single statement of remorse. Not even a statement at all. Instead business as usual, celebrating your „Help“ in the name of your god on your facebook-account. Don’t you even think about your past? Did your lawyers tell you nothing to say? Do you mean, that it’s too long in the past to react on that horrible scandal?

I don’t know what’s going on in your brains and your organization, but if 800 dead children, caused and/or concealed by your religious order, are not worth to mention: Fuck you! And excuse me for spitting in your face.

Worst wishes from a german blog with its first english article.

Was könnt ich kotzen.

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7 Kommentare zu “Business as usual: Shame on you, Sisters of „Bon“ Secours

    • Not that different.

      Danke, Mitlesender, für den Link! Es mag sein, dass Schlagzeilen à la „800 Kinder in Jauchegrube“ zu sensationistisch waren. Nur: Macht es einen Unterschied, ob die Nonnen 800 Kinder in einer Jauchegrube oder sonstwo vergraben haben? Ich finde nicht. Und mir geht es in erster Linie darum, dass dieser Orden sich nicht mal ansatzweise dazu äußert. Das ist für mich der eigentliche Skandal.

  1. Äh, wenn man das ernsthaft und sachlich diskutieren will, spielt es sicher eine große Rolle, ob die Sterberate nun nur ein Viertel von der angenommenen ist, und natürlich spielt es für die moralische Bewertung eine große Rolle, ob man die Kinder in eine Jauchegrube geworfen hat oder nicht. Die Funde geben nicht mal her, ob die Kinder nicht vielleicht doch ein – wenn auch ärmliches – Begräbnis erhalten haben. Da zeichnen die Schlagzeilen ein vollkommen anderes Bild, das geradewegs auf eine Skandalisierung gerichtet ist. Muß man denn da ausgerechnet als Skeptiker-Blog mitmachen?

    Dort waren zeitweise 270 Kinder untergebracht. Wenn dort in 40 Jahren 200 Kinder gestorben sind, waren das bei 5 pro Jahr (bei 800: 20), in einem Irland, das bettelarm und zeitweise praktisch im Kriegszustand war. Das kann, oder es kann nicht, bei dieser Gruppe (vermutlich hauptsächlich unterernährte und verwahrloste Kinder armer Eltern, die sich eine Zeitlang auf der Straße durchs Leben schlagen mußten) auch ganz normal sein. Oder auch nicht. Aus den Berichten ergibt sich das nicht.
    Zumindest vom Mittelalter weiß man, daß Kinder sehr oft außerhalb des Friedhofs begraben wurden.

    Wenn man nun speziell auf die Nonnen dort schimpfen will, müßte man erst mal wissen, wie die Sterberate in anderen Heimen um die Zeit war und wie man zu dieser Zeit allgemein mit Kindern umgegangen ist. Ohne diese Daten mag man sich über den Zustand der Menschheit dieser Zeit erregen, aber die Geschichte taugt nicht dazu, die Hypothese zu untermauern, daß diese spezielle Ordensgemeinschaft besonders übel sei. Das damals kaum entwickelte Land hat nach dem 1. Weltkrieg einen Bürgerkrieg (1919–1921) hinter sich, ab ’39 wurde unter Notstandsgesetzen regiert. Man wird wegen der kaum vorhandenen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit vollkommen andere Maßstäbe als im heutigen Deutschland anlegen müssen.

    Ich bin übrigens vor beinahe 30 Jahren, mit 18, aus der katholischen Kirche ausgetreten, und neige zu keinen überflüssigen Sympathien mit dieser Organisation.

  2. spielt es sicher eine große Rolle, ob die Sterberate nun nur ein Viertel von der angenommenen ist

    guter Punkt!

    und natürlich spielt es für die moralische Bewertung eine große Rolle, ob man die Kinder in eine Jauchegrube geworfen hat oder nicht

    Jein, mir geht es um den prinzipiellen Umgang, aber ich sehe Deinen Punkt, das kann man auch anders formulieren.

    Da zeichnen die Schlagzeilen ein vollkommen anderes Bild, das geradewegs auf eine Skandalisierung gerichtet ist. Muß man denn da ausgerechnet als Skeptiker-Blog mitmachen?

    Wo sind die anderen Schlagzeilen? Falls ich total danebenliege: Nein, dann muss ein Skeptiker-Blog nicht mitmachen.

    Puh, Mitlesender, Du gibst mir echt zu denken. Deine weiteren Zahlen, die Du nennst, sind es wert, genauer angeschaut zu werden. Ich versuche mal, das nachzurecherchieren. Ich habe mich vor allem daran aufgehängt, dass der Orden nicht ein einziges Statement abgegeben hat (zumindest auf Facebook und der Website). Am End bin ich da dem „Denkt-auch-mal-jemand-an-die-Kinder-Syndrom!!!eins!!!elf!!!“ erlegen?

    Ich bin mir jetzt nicht sicher. Vielleicht kannst Du helfen, Quellen zu finden zu Fragen wie Kindersterblichkeit etc., die Du aufgebracht hast (ich werde das auch versuchen).

    Ich bin übrigens vor beinahe 30 Jahren, mit 18, aus der katholischen Kirche ausgetreten, und neige zu keinen überflüssigen Sympathien mit dieser Organisation.

    Sympathien zu den Katholen hätte ich auch nicht bei Dir erwartet, aber gut so, das macht unsere Diskussion ideologiefrei.

  3. Ein wenig Kontext:

    Der weltweite Durchschnitt der Kindersterblichkeit (= in den ersten 5 Lebensjahren) war 1990 weltweit 90 von 1000 (heute: 65, Europa: 20) [url=http://www.laenderdaten.de/bevoelkerung/kindersterblichkeit.aspx]Quelle[/url]

    Die Säuglingssterblichkeit (= im ersten (!) Lebensjahr) in Deutschland war Ende 19. Jhd. 200 von 1000, diese sank bis 1950 auf 50. [url=http://www.comparativepopulationstudies.de/index.php/CPoS/article/download/95/97]Quelle 1, [/url][url=http://www.kinderumweltgesundheit.de/index2/pdf/themen/Armut/Vergleich_Kindersterblichkeit.pdf]Quelle 2[/url][url=http://www.bib-demografie.de/DE/ZahlenundFakten/08/Abbildungen/a_08_09_saeuglingssterblichkeit_d_ab1872.html;jsessionid=0AE7A236659A14812EEE9EA210BC904E.2_cid331?nn=3071458]Quelle 3[/url]

    Wenn man davon ausgeht, daß in dem Heim jeweils 250 Kinder waren, kommt man auf eine Sterberate von ca. 20 pro Tausend pro Jahr, das liegt also nahe der heutigen weltweit durchschnittlichen Kindersterblichkeitsrate. Um dazu etwas sagen zu können, müßte man die Altersstruktur in diesem Heim kennen, diese Daten werden aber zumindest derzeit nicht verfügbar sein. Aber stell‘ Dir nur mal eine ansteckende Durchfallerkrankung mit 250 schlecht ernährten Kindern in beengten, ärmlichen Räumlichkeiten bei der derzeitigen Hygiene vor … die Schwestern waren ja auch keine Fachkräfte. Daß die Sterblichkeit unter diesen Umständen erheblich höher als die anderer Kinder war, erscheint mir schon als zwangsläufige Folge dieser Umstände.

    Die Ordensschwestern arbeiteten in einer Zeit, in der „gefallene Frauen“ nicht nur verachtet, sondern geradezu ausgestoßen und in Arbeitshäusern brutal ausgebeutet wurden. Dieses ganze System ist nach unseren Maßstäben nur noch verachtungswürdig. Ob die Schwestern da nun noch verzweifelt mit wenig Mitteln Hilfe versuchten oder das Spiel grausam mitspielten, läßt sich nicht so einfach sagen, jedenfalls nicht allein aus dem Fund. Es wäre nicht ungewöhnlich, wenn es solche und solche gegeben hätte.

    Es gibt übrigens noch immer Länder mit einer Kindersterblichkeit über 200 von Tausend, noch immer wird in einigen Ländern bei Mädchen „Beschneidung“ ausgeübt (es ist ja eigentlich das Pendant dazu, den Penis abzuschneiden, „sexuelle Verstümmelung“ trifft es besser).

    • kurze Rückmeldung: Sorry, Dein Beitrag von vor 20 Stunden war im Spam gelandet, wo ich ihn grade rausgefischt hab. Keine Ahnung warum, eigentlich solltest Du prinzipiell freigeschaltet sein und von mir unkontrolliert ;-) veröffentlichen können. Wurscht, jetzt isser da, ich hab nur ganz schnell quergelesen und sag schonmal Danke! Werde versuchen, die Tage darauf einzugehen :-)

    • @Mitlesender
      Monate später, ojeh & Asche über mein Haupt … So sorry für die Antwort jetzt erst. Ich sehe Deinen Punkt, und ja, Du hast vollkommen recht mit Deiner Kritik, vor allem angesichts dem hier:

      Wenn man davon ausgeht, daß in dem Heim jeweils 250 Kinder waren, kommt man auf eine Sterberate von ca. 20 pro Tausend pro Jahr, das liegt also nahe der heutigen weltweit durchschnittlichen Kindersterblichkeitsrate.

      Worum es mir geht, ist die eklige Bigotterie der Christenheit, aber dann habe ich das nicht ganz richtig formuliert.

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