Reichsdozententage (III): Mädchen sein allein ist keine Tugend

Die „Dozentin für gesunde Lebensweise, körperliche Fitness und Medium“, Annett Ullmann, wird die Studenten der königlichen Weisheits-Akademie zu Selbstbewusstsein und gutem Aussehen verhelfen und stellt eine Verbindung zur guten Geisterwelt Gottes her. Ihre Qualifikation ist unter anderem ein zweiter Platz beim Kreis-, Kinder- und Jugendsportfest 1998.

Annett Ullmann ist das königliche Gespiel seit einiger Zeit, im Anti-Reichsdeppenforum nebenan auch zärtlich „Staatsflotte“ tituliert. Der König schmückt sich mit der fast 20 Jahre jüngeren Lady, die als Model, Z-Promi und irgendwas mit Fitness in Erscheinung getreten ist. Mehr als ein Beistellweibchen schien sie bisher nicht zu sein.

Das ändert sich nun schlagartig, denn wer in den Kreis der Dozenten an der Weisheits-Akademie aufgenommen wird, der muss ja gewaltig was draufhaben. Und in der Tat kann sie nicht nur profanes Wissen wie gutes Aussehen und Fitness vermitteln, sondern ist ein Medium.

Das wird leider nicht belegt, dafür präsentiert die Akademie stolz einen Haufen Zeugnisse der Dozentin. Dabei geht man getrost über Schulabschlüsse, Ausbildungs- oder Hochschulzeugnisse hinweg – das ist sowieso alles Kram aus dem alten System der BRiD GmbH & Co. KG. Dafür präsentiert man Auszeichnungen von Bundesjugendspielen und Sportfesten sowie Fernlehrgänge, zum Beispiel einige Zeugnisse der BSA-Akademie, etwa zur Sales- und Servicefachkraft. Ein 1.200-Euro-Fernkurs über drei Monate mit vier Tagen Präsenz.

Damit wir uns recht verstehen: Bundesjugendspiele und diverse Fortbildungen sind ehrenwerte Unternehmungen. Nur: Für eine Dozentur an einer Akademie sind ihre Qualifikationen doch ein wenig dünn.

Fazit: Das Gefasel von medialer Begabung, meine Güte, was soll man dazu schon sagen? Und dieses Mens-sana-in-corpore-sano-Gelaber, ich kann das echt nicht mehr hören. Und beim Satz „Gutes Aussehen kann jeder erreichen“ stellt sich mir die Frage, ob die Tittenausstellung echt ist. Aber ansonsten?

Da ist es doch viel spannender zu fragen: Welche Band habe ich mit der Überschrift dieses Artikels gecovert? Der/die erste richtige Einsender/in bekommt eine schriftliche Bestätigung von mir, ein/e ausgewiesene/r Musikexpertix zu sein, womit einer steilen Karriere an der königlichen Pop-Akademie nichts im Wege stehen dürfte.

 

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7 Kommentare zu “Reichsdozententage (III): Mädchen sein allein ist keine Tugend

  1. Gesund wär ich, bekäm ich einen Apfel…. Erster! Dem Herrn Lehmann sein alter ego und seine Gesellen warns! Du hättest irgendwo im Text noch den Schnipsel „Für was bessres ist sie hoffnungslos versaut“ einbauen können.

    • Letztendlich bin auch ich ein ganz Gemeiner … Und wir haben den Gewinner: Hiermit attestiert die aargkssche Pop-Universität Achim (Applaus!) die erfolgreiche Teilnahme am Hauptseminar „Textstellen für Profis“. Mit Siegel und nasser Tinte und Stempel in diese jene Kommentarspalte gedrückt, auch gültig ohne Unterschrift. Grün und blau wär ich, bekäm ich eine runter, für jeden guten Freund, der mir nicht glaubt!

      (wer sich nun fragt, was Achim und ich hier Wirres posten: Es geht um den Song „Mehr als sie erlaubt“ von Element of Crime)

    • Nönö, Achim war drei Stunden vor Dir. ;-)

      (Und ich muss dringend an der Freischaltungsstrategie neuer Kommentatoren arbeiten, Während Achims stundenlang wartetet, hast Du geschrieben und bist – warum auch immer – im Spam gelandet. Ich muss öfter reinschauen …)

  2. Ich bin mir sicher, die gute Frau wird es allen Spöttern noch kräftig-deftig zeigen.
    Zwar hatte sie schon immer eine gewisse Affinität zu Blitzlichtgewitter und Öffentlichkeitsdrang, der große Durchbruch blieb ihr bisher leider verwehrt. Das wird sich spätestens nach dem Crash des „KRD“ mächtig ändern.
    Ausgehend von der medialen Begleitung (immerhin Bild-Zeitung, sie durfte ja auch schon ein flottes Solo hinlegen), wird es sie ins Dschungelcamp verschlagen. Die Tagline schreibt sich eigentlich von selbst: „Ich war die Königin von Deutschland, jetzt werde ich Dschungelkönigin!“. Nach erfolgreicher Absolvierung des Camps wird eine Autobiographie veröffentlicht (mit dem Titel: „Zerwühlte Kissen, feuchtes Toastbrot – meine 1001 Nacht am Hofe des Königs von Deutschland“).
    Der weitere Aufstieg liegt ab diesem Zeitpunkt im Dunklen, meine Kristallkugel weigert sich standhaft, wird aber sicherlich kometenhaft verlaufen. Wir werden alle sprachlos sein.

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