Reichsdeppenolymipade, Tag 3

Damen und Herrn, Daminnen und Herrinnen, ReichbürgerIx! Weiter geht es mit dem dritten Tag der Reichsdeppenolympiade, und es sei nicht zu viel versprochen, wenn heute grandiose Gestalten gestriges geltend – Ha!, erwartet wer eine weitere Alliteration? Nö, ätsch – machen. Die Menge in der Reichsgymnastikhalle erwartet bereits gespannt das  …

Reichshodenturnen (VolksVollköperkontakt): Eine junge Disziplin, die erstmals bei der Reichsdeppenolympiade zugelassen ist. Es geht darum, sehr Wirres mit sehr, sehr Unsinnigem zu kombinieren, sprachlichen Unfug mit leicht zu widerlegenden Lügen zu verquirlen und rechte Gedanken mit echtem Mehrtürertum zu mischen – kurz: Wer die dicksten Eier hat und nicht davor zurückschreckt, Dummes mit Dümmsten unter die Menschheit zu bringen, gewinnt.

Es treten an: Mustafa S.S., der sich qualifiziert hat, indem er mehr Menschenrechtsämter gegründet hat als Menschenrechte existieren, und Burghard B., ein rechts-esoterischer Plastikdruide, genannt der Schwätzer von Schwetzingen. Auch Mario R. sollte dabei sein, dreht allerdings noch wirre Argumentationsbahnen im Becken der Freistil-Schwafel, weshalb das Publikum mit den oben beschriebenen Wirrköpfen vorlieb nehmen muss. Los geht’s! Schon hauen sich Mustafa S.S. und Burghard B. die merkwürdigsten Thesen um die Ohren, schwer angeschlagen von einem gezielten, zionistischen Tiefschlag geht Mustafa S.S. zu Boden und wird angezählt. Doch er kommt wieder und lenkt hirngymnastisch geschickt die Diskussion auf Erdbeerjoghurt – was für eine Finte! – damit hat Burghard B. nicht gerechnet, Mustafa S.S. nutzt die Schwäche seines Kontrahenten eiskalt aus und haut ihm Menschenrechtszentren, -gerichtshöfe und -ämter rechts und links um den grauen Bart – Burghard B. versucht noch eine tantrische These zu landen – daneben! – er taumelt. Die Juroren sind bereits hoffnungslos verwirrt und verstehen nicht ansatzweise, was gemeint sein soll, da drischt Mustafa S.S. mit einem illegal aufgenommenen Telefonat mit einer Führerscheinsachbearbeiterin auf Burghard B. ein, dieser fällt um wie vom Heiligen Hahnemann getroffen – Mustafa S.S ist Sieger, die Menge tobt (alle beide), was für ein merkwürdiges Ereignis, deshalb weiter zum …

Heim-ins-Reich-Marathon, Endspurt: Ja, das hat sich angekündigt, Dennis Ingo Sch. holt im Stechschritt nicht nur auf, sondern überholt auch den wirren Russen Denis B. auf dem letzten Kilometer! Mit einem hämischen „Joooodenjogger!“ zieht der Rassist aus Reinickendorf an Denis B. vorbei, der freilich in einen intensiven Monolog über Jesus vertieft ist und unbedarfte Zuschauern des Marathons mit seinen persönlichen Vorstellungen von Gott und Christentum belästigt. Derweil strebt Dennis Ingo Sch. auf das Ziel zu, mit knallenden Knobelbechern knattert er übers Reichskopfsteinpflaster, siegesgewiss strebt der blonde Recke dem Endsieg entgegen, nur noch wenige hundert Meter, eine letzte Kurve – aber was ist das? – das gibt’s doch gar nicht! Den Sieg vor Augen, rennt Dennis Ingo Sch. immer und immer wieder gegen eine Hauswand, schon hat er sich eine blutige Nase geholt, aber ach, er versucht es noch einmal, nimmt Anlauf, rennt gegen die Wand, prallt ab, fällt um, rappelt sich auf, rennt wieder dagegen. Was ist da los? 50 Meter vor dem Ziel hätte er nur noch eine leichte Linkskurve nehmen müssen. Aber Dennis mit zwei „n“ kann nur rechts. Schade, schade, schade, so versagt er auch  in diesem Bereich, das Jobcenter muss weiter zahlen. Von diesem traurigen Hanswurst weiter zum …

Synchronschwafeln: Stefan Weinmann, der Winzer, labert alles nach, fast in Perfektion, was die Verschwörungstheoretiker-Szene hergibt. Doch dem – schon wieder ein „mann“ – Honigmann gelingt es, ihn rechtsaußen zu überholen. Er zieht mit strammem Stechschritt an Weinmann vorbei, schwafelt Sülze, doch verlabert sich asynchron zu den Thesen der Nazis, AfDler und  anderweitigen Kackhaufen, woraufhin Reichschemikerin Frauke Petry beiden eine NULL überweist, doch  – Oj -Oj -Oj – den Holocaust-Leugnern wird die Geschichte lechts und rinks um die Ohren gehauen, aufdass selbst Nazis in – aber da höre ich, dass die Übertragung unterbrochen ist. Der Reichsfunk ist ob der Heldentaten der Olympioniken zusammengebrochen, macht nix, morgen hören wir uns wieder!

Das soll’s gewesen sein vom dritten Tag der Reichsdeppenolympiade, die deshalb so heißt, weil der Reichsdepp nicht weiß, dass eine Olympiade den Zeitraum zwischen zwei olympischen Spielen bezeichnet (und weil Reichsdeppenolymischespiele sich doof anhört). Schalten Sie demäxt wieder ein, um zu lesen, wie es weitergeht!

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