Wahl 2013: Schwurbel-Check von “Tierschutzpartei”, “Piraten” und “Rechten”

Der heutige Schwurbel-Check verwöhnt den Leser mit „Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei“, den „Piraten“ und den „Rechten“. Es wird unter anderem tierisch und rechtshaberisch (oder so). Hier steht das Wie und Warum.

28. Tierschutzpartei
Politisches Spektrum:
Kann mal jemand an die Tiiiiiiiiere denken!

Highlights:
„Alternative Behandlungsmethoden, z.B. Homöopathie […] unterstützen eine ursächliche Heilung und dienen nicht einer bloßen Symptombekämpfung.“ Exakt: Höbbaddie© dient nicht der Symptombekämpfung, weil Kasperwasser gar nichts tut. Leider auch keine ursächliche Heilung unterstützen.

Auch „Elektrosmog“ geht ihnen tierisch auf den Sack: „Die flächendeckend aufgestellten Sendemasten können für Mensch und Tier eine schwer wiegende gesundheitliche Belastung bedeuten. […]. Die Zukunft muss mittelfristig einer – bereits bestehenden – belastungsfreien Kommunikationstechnologie gehören.“ Das aargks empfiehlt hier dringend Höbbaddie©: Man spreche in ein Glas Wasser, das merkt sich die Infos, man schicke das Glas Wasser zum Empfänger, der legt sein Ohr dran und…

Lustiges am Rande:
„Ratten sind besser als ihr Ruf. Sie sollen nicht länger als Ekeltiere angesehen werden!“ Wollja! Denkt auch mal jemand an die armen Kakerlaken?

Fazit:
Wenn Tiere wüssten, wer sich hier als ihr Anwalt stark macht, würde man Pferde kotzen sehen: beinahe „Lächerliches Geschwurbel“.

4-5……………………………………………………………………………………………………………………

29. Piratenpartei Deutschland (Piraten)
Politisches Spektrum:
Sympathisches Chaos.

Highlights:
Wenige. Immerhin: „Die weltanschauliche Neutralität im gesamten Bildungsbereich ist eine notwendige Voraussetzung für die Inklusion aller Glaubensgemeinschaften.“ Heißt das, religiöse Hirnwäsche an den Schulen zu fördern oder diese zumindest nicht als solche bezeichnen zu dürfen? Glaubensgemeinschaften gleich welcher Art gehören nicht an Schulen. Die Aufklärung darüber sehr wohl.

Auch fordern die Piraten die „Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens“. Ich hatte hier schon erwähnt, dass ich die Idee nicht uncharmant finde. Gleichwohl konnte bisher noch niemand eine konkrete Rechnung vorlegen, wie das in der Praxis funktionieren soll.

Fazit:
Minimalstgeschwurbel, der politischen Korrektheit (Inklusion der Glaubensgemeinschaften) sowie der unausgegorenen Grundeinkommensforderung zu verdanken. Macht nix. Schade freilich, dass dieser Zeitreiseforschungs-Antrag nicht ins Parteiprogramm aufgenommen wurde. Da hätte das Schwurbel-o-Meter mal richtig gebrummt. So bleibt’s bei knapp über Null.

0-1……………………………………………………………………………………………………………………

30. Die Rechte
Eigentlich wollte ich über die nix schreiben. Aber einen Schenkelklopfer hauen diese xenophoben Deutschtümler in ihrem Programm raus, den ich Euch nicht vorenthalten kann. Denn sie fordern Volksabstimmungen bei „Rechtsschreibreformen“. Ausgerechnet diejenigen, die so sehr Wert auf die toitsche Deutche deuschte  inländische Sprache legen, können sie selbst nicht. Ich werf mich weg. Kann aber auch sein, dass wer rechts denkt auch rechts schreibt ;-)

Trotzdem bekommen die keine Schwurbel-Bewertung.

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