Blog-Rezension VIII: Saugescheites querbeeten

Meine kleine bescheidene Blogroll – so habe ich mir vorgenommen – wird nur dann erweitert, wenn ich eine Rezension schreibe. Und sie soll nur Skeptiker-Sachen beinhalten. Jetzt wird’s höchste Zeit, eines meiner Lieblingsblogs vorzustellen und die zweite Bedingung zu verwässern. Denn „gnaddrig“ ist zwar kein ausgewiesenes Skeptiker-Blog, gehört aber zu meiner Pflichtlektüre.

„gnaddrig ad libitum | Querbeet und ohne Gewähr“, so der vollständige Name nebst Untertitel, bloggt über Alltagserfahrungen. Das machen viele (zu viele afaik, aber das ist ein anderes Thema), nur wenige freilich so unterhaltsam und gescheit. Ad libitum heißt „nach Belieben“, Querbeet eben, ist aber keinesfalls zu verwechseln mit Beliebigkeit. In der Musik wird es beispielsweise verwendet, um eigenverantwortlich zu improvisieren.

„gnaddrig“ erklärt sich lautmalerisch – aber das aargks hat knallhart recherchiert und zitiert aus einer gnaddrig-Mail: „Das bedeutet ungefähr grummelig, grumpy, irritable. Hat was von schlechtgelaunt, aber nicht wirklich. Eher so ‚die sind alle doof‘ oder ‚alles Idioten‘. Ist in Zusammenarbeit mit meiner Frau entstanden, als ich anfing, im Internet zu kommentieren und anfangs eine Phase von Someone is wrong on the internet hatte. Und ein bisschen dürfte diese Stimmung auch jetzt noch durchklingen. Dabei bin ich weniger schlechtgelaunt oder verärgert, sondern meistens eher staunend verwundert über das, was Leute so von sich geben. Ich hoffe, zusammen mit dem Avatar kommt das einigermaßen stimmig rüber.“

Tut es :-)

Seit 2008 ist gnaddrig am Start, als er mit (zu?) Kühen flüsterte. Was das jetzt bedeutet, darf jeder auf gnaddrigs Blog selbst nachrecherchieren, ätsch. Protipp: erster Eintrag.

gnaddrig bloggt seither über Alltagserlebnisse in der Straßenbahn, aber auch über – da sind wir dann doch wieder – Skeptikerthemen wie homöopathische Gelddruckmaschinen oder Reichsdeppereien.

Was das Blog für mich so sehr besonders macht und mich unglaublich begeistert, sind die Fotos von gnaddrig, der Strukturen im Alltag entdeckt, die man mir zehnmal um die Ohren hauen könnte, ohne dass ich sie je erkennen würde. Mein All-Time-Favourite ist der Flickenteppich (den ich jetzt mal ungefragt geklaut habe):

Copyright gnaddrig

Copyright gnaddrig

Geil, oder? Bilder wie diese machen mir Kopfkino.

Und: Wer im Netz unterwegs ist, dem ist gnaddrig sicherlich schon einmal in den Kommentaren begegnet. Mit Blog-Kommentaren ist das ja immer so eine Sache, aber wenn ihr den Avatar mit Pfeife und Zipfelmütze seht: Lesen! Da kommt immer was Intelligentes rüber. gnaddrig fällt durch seine sehr überlegten Kommentare auf, er mischt sich ein, er ist kritisch, abwägend und logisch.

Der Lobhudelei sei nun aber genug, schließlich hat das aargks immer was zu meckern. In diesem Fall: nichts *upps*.

[PS einen Tag später: gnaddrig hat eine Liebeserklärung auf seine Frau verfasst, ich schmelze dahin, das ist unglaublich schön]

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Ein Kommentar zu “Blog-Rezension VIII: Saugescheites querbeeten

  1. Pingback: Horizonte | gnaddrig ad libitum

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